[Rezension] Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben

Bildquelle/Verlag

Verlag: Autorenhaus-Verlag

Autor: Roy Peter Clark

Reihe: Einzeltitel

Hallo ihr Lieben,

wie viele andere Schreiberlinge, lese auch ich Schreibratgeber. Die gibt es ja wie Sand am Meer und in allen möglichen Qualitäten. Deshalb möchte ich Dir in einer neuen Reihe, die parallel zu meinen Rezensionen von Unterhaltungsliteratur laufen wird, einige der Schreibratgeber vorstellen, die ich gelesen habe.
Hier liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf anderen Kriterien: Das Cover ist weniger wichtig, dafür kommt dem Autor eine besondere Bedeutung zu. Aber bevor ich ausschweifend werde, stelle ich Dir einfach das erste Buch vor.


Meine Kaufentscheidung

Das Buch „Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben“ wird in diversen Foren empfohlen. So bin ich darauf aufmerksam geworden. Entscheidend war für mich, dass ich ein Buch über die absoluten Basics haben wollte.
Vieles, was Du aus Schreibratgebern erfährst, kannst Du auch auf Internetseiten finden, die sich auf das Schreibhandwerk spezialisiert haben (Meine Favoriten werde ich Dir in einem anderen Artikel einmal vorstellen ;-)).
Ich wollte aber das geballte Wissen, strukturiert, organisiert und übersichtlich. Ob das Buch das Richtige dafür war, erfährst Du im Fazit.


Autor

Verfasst hat den Ratgeber der Autor Roy Peter Clark. Er ist Vizepräsident einer renommierten Journalistenschule in Florida, gibt Schreib-Workshops für Schriftsteller und Journalisten und hat bereits mehrere Bücher über das Thema Schreiben veröffentlicht.
Neben seinen zahlreichen TV- und Radioauftritten in seiner Heimat, schrieb er regelmäßig Zeitungsartikel und -kolumnen.
Auf Deutsch sind zwei seiner erfolgreichen Bücher erhältlich. Beheimatet ist Clark eher im Bereich Journalismus, weniger in der Unterhaltungsliteratur, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut.


Inhalt

Der Ratgeber ist in vier Teile unterteilt: Teil Eins befasst sich überwiegend mit der Grammatik und dem korrekten Satzbau. Es geht um Zeichensetzung und das Kürzen des eigenen Textes.

Im zweiten Teil geht es um die richtige Wortwahl und die passende Satzlänge. Hier bekommst Du Tipps an die Hand, wie du die richtigen Worte finden und mit ihnen spielen kannst.

Im dritten Teil erfährst Du etwas über die Erzeugung von Spannung. Du lernst, worauf es bei Dialogen ankommt, wie Du Fährten für den Leser legen kannst und wirkungsvolle Cliffhanger schreibst.

Der vierte und letzte Teil befasst sich mit dem Autorenalltag. Es geht darum, Ideen zu finden, sie zu organisieren und mit losen Ideenfetzen zu arbeiten. Aber auch das Thema Recherche und Kritik (eigene und Kritik von Außen) wird ausführlich behandelt.

Insgesamt beherbergt das Buch 50 Kapitel (wer hätte das gedacht, bei dem Titel ;-)) zu unterschiedlichen Themen, in denen der Autor die Theorie abhandelt und das Geschriebene mit Beispielen aus der Literatur belegt. Am Ende eines jeden Kapitels wartet der Workshop mit einigen Aufgaben auf Dich, mit denen Du das gelernte nochmals üben und vertiefen kannst.


Fazit

Wer ein handliches Buch haben möchte, das einen an die Basics erinnert, darüber hinaus strukturiert und sinnvoll aufgebaut ist, kann mit diesen Ratgeber nicht falsch machen. Ich habe genau das bekommen, was ich mir gewünscht habe: Eine schnelle Übersicht über das Wichtigste.
Es gibt ein oder zwei Themen, die eher für Journalisten gedacht sind, als für Autoren, aber darauf war ich bei dem Untertitel „Handbuch für Autoren, Journalisten & Texter“ bereits vorbereitet und es ist definitiv zu verschmerzen.

Wer also profitiert von diesem Schreibratgeber denn nun am meisten?
Es sind nicht die Autoren, die das Schreibhandwerk bereits verinnerlicht haben, sondern eher die Anfänger. Bist Du Anfänger auf dem Gebiet des Schreibens und hast Dich bisweilen noch nicht so richtig mit der Theorie des Handwerks auseinandergesetzt, sondern nach Gefühl gehandelt, dann wirst Du von dem Buch profitieren. Für alle Anderen ist es ein schönes Nachschlagewerk. Viel Neues ist nicht dabei, wenn man sich bereits durch die zahlreichen Internetseiten über das Schreibens gewühlt hat.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.